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Moderne Schweinehaltung im Fokus - vom Stall bis an die Theke

Einfach Klasse fanden die 14 Teilnehmer der Lehrerfortbildung die detaillierten Einblicke in Schlachtung und Schweinmast bei der Lehrerfortbildung des Lernort Bauernhof, die vom Landwirtschaftsamt Hohenlohekreis und dem Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems e.V, Klassenzimmer Bauernhof, organisiert und begleitet wurde.

Unter dem Motto vom Stall bis an die Theke hatten Lehrer der Sekundarstufen I und II die Möglichkeit auf dem Lindelberg bei Pfedelbach in der Hofschlachterei Hack alle ihre kritischen Fragen zum Thema Schlachten loszuwerden und einmal hinter die Kulissen zu schauen. Friedrich Hack überzeugte mit seinem Konzept ihm ist ein verantwortlicher Umgang mit den Tieren oberstes Gebot. Als kleine Schlachtstätte machen ihm die zunehmenden Vorschriften zu schaffen. Doch der unermüdliche Einsatz für die Sache lohnt sich „ der Anteil der Kundschaft, die sich Gedanken macht woher das Lebensmittel kommt wird

mehr“. Die Frage warum dann nicht Bio, beantwortet er klar „ dann gibt es noch mehr Kontrollen und mehr Piesacken, für die eigentliche Arbeit bleibt dann immer weniger Zeit, auch müsste ich meine Produkte 20% teurer verkaufen – wir leben regional“.

Vom Lindelberg ging es weiter zum Schweinemastbetrieb von Rainer Specht nach Orendelsall. Die Familie Specht betreibt auf ihrem Familienbetrieb seit 1974 Schweinemast. Gute Qualität zu produzieren, davon die Familie zu ernähren, gleichzeitig natürliche Ressourcen und die Umwelt zu bewahren und zu verbessern wird immer schwieriger, so Specht. Kritik aus der Gesellschaft und der Presse macht diesen Spagat zunehmend schwieriger „ewiges Schimpfen macht die Bauern krank“.

Bei steigenden Futterkosten und gesunkenen Schlachterlösen ist es für die Schweinemäster kaum möglich kostendeckend zu arbeiten. Über die Hälfte des Erlöses müssen allein für die Futterkosten aufgewendet werden

Deutlich wurden die vielfältigen Herausforderungen denen sich die Landwirte tagtäglich stellen müssen beim Vortrag von Dr. Andre Groschke von der Tierarztpraxis Tiefenbach Kunz. Er konnte gleich einige Vorurteile ausräumen, die im Zusammenhang mit dem Schlagwort „Massentierhaltung“ kursieren. Ohnehin ein schwer fassbarer Begriff bei Tierbeständen im Hohenlohe, die weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen.

Andre Groschke machte deutlich, dass große Bestände im Verhältnis einen niedrigeren Medikamenteneinsatz haben und die Antibiotikaanwendung in der Nutztierhaltung in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist. Inzwischen gibt es über das Antibiotikamonitoring eine strenge Überwachung. Hauptaugenmerk liegt darauf das Entstehen von Krankheiten zu verhindern, zunehmend werden Tierbestände homöopathisch und mit Pflanzenstoffen behandelt.

Höhepunkt war zum Abschluss der Besuch im Mastschweinestall, dort konnten sich die Lehrer ganz genau anschauen wie der Umgang mit den Tieren aussieht und wie für das Tierwohl gesorgt wird.

Beeindruckt waren alle „von dem ungeheuren Aufwand der nötig ist um Schweinefleisch zu produzieren“. Schön ist auch, dass wir nun auf die Aussage der Kinder „wir können eh nichts ändern“ eine Antwort haben, indem wir darauf aufmerksam machen, dass sie konkret Einfluss nehmen können wie und was produziert wird, indem sie beim Einkauf drauf schauen oder danach fragen wo das Fleisch herkommt.

Text: Gabriele Lutz, stellv. Amtsleiterin, Landratsamt Hohenlohe

Bilder: Andrea Bleher, Klassenzimmer Bauernhof, Bauernverband Schwäbisch Hall-Hohenlohe-Rems 

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